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Die neue "Eigenheimförderung - Wohn-Riester" ist da!

Der Bundesrat hat am 04. Juli 2008 das Eigenheimrentengesetz beschlossen und somit Wohneigentum als Altersvorsorge klar anerkannt.

Das sieht das Gesetz vor: Rückwirkend zum 1. Januar 2008 wird es Altersvorsorgezulagen und Steuerabzüge auch für Tilgungsleistungen bei der Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum geben, das nach dem 31.12.2007 erworben wurde. Dann können außerdem Altersvorsorgeguthaben bereits bestehender Riester-Verträge zu 75 oder zu 100 Prozent für den Bau oder Kauf verwendet werden. Bausparverträge werden voll in die Förderung einbezogen.

Höhe der Förderung
Für Wohn-Riester gilt ebenfalls der bereits bestehende Förderrahmen für Altersvorsorgeprodukte:

  • Begünstigter Höchstbetrag p.a.: 2.100 €, einschl. Zulagen
  • Grundzulage p.a.: 154 € (alleinstehend), 308 € (verheiratet) (Voraussetzung: Zwei Altersvorsorgeverträge)
  • Kinderzulage p.a.: 185 € / 300 für jedes ab 2008 geborene Kind.
  • Ab 2008: Einmalige Erhöhung der Grundzulage um 200 € für noch nicht 25-jährige Berufseinsteiger
  • Gefördert werden Einzahlungen auf riester-zertifizierte Altersvorsorge-Produkte bis zu 4 % aus dem beitragspflichtigen Einkommen des Vorjahres (max. 2.100 €, abzüglich gewährter Zulagen).
  • Beantragung der Zulagen erfolgt über einen schriftlichen Antrag beim jeweiligen Produktanbieter.

Highlights und Besteuerung

  • Mit der Riesterförderung wird der Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum.
  • Voraussetzung für die Förderung ist, dass sich die Immobilie in Deutschland befindet und Hauptwohnsitz des Eigentümers ist.
  • Darlehensverträge für die Anschaffung und den Bau von selbst genutzten Wohnimmobilien und Genossenschaftsanteilen gehören zu den begünstigten Anlageprodukten. Auch Bausparverträge werden gefördert.
  • Die Tilgung von Immobilienkrediten wird steuerlich gleichrangig berücksichtigt wie Altersvorsorgebeiträge. So werden Erwerber von Wohneigentum bei der Finanzierung direkt entlastet.
  • Wer bereits staatlich gefördert ein Altersvorsorgevermögen angespart hat, kann einen beliebigen Betrag bis zu 75% oder den gesamten Betrag für die Anschaffung oder den Bau der eigenen vier Wände verwenden (Entnahmemöglichkeit). Eine Rückzahlung des Entnahmebetrags ist nicht erforderlich. Für Verträge, die vor dem 1. Januar 2008 geschlossen wurden, gilt eine Übergangsregelung: Riester-Sparer, die in 2008 oder 2009 Geld aus einem solchen Vertrag entnehmen wollen, müssen mindestens 10.000 € entnehmen.
  • Die Zulage für jeden rentenversicherungspflichtigen Erwachsenen beträgt 154 € pro Jahr, für jedes Kind 185 € und für Kinder, die ab 2008 geboren werden, sogar 300 € jährlich. Um die vollen Beträge zu erhalten, müssen - zusammen mit den staatlichen Zulagen 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens eingezahlt werden, der geförderte Höchstbetrag liegt bei 2.100 €. Riester-Zulageberechtigte, die zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten für Einzahlungen ab 2008 außerdem einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 €.
  • Wie bei allen Riester-Produkten gilt: Bis zum Eintritt in den Ruhestand sind die Beiträge grundsätzlich steuerfrei.
  • Auch der Immobilienerwerb mit einem riestergeförderten Bausparvertrag unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Die geförderten Tilgungsbeiträge (Zulage und Eigenleistung) und gegebenenfalls der Entnahmebetrag werden auf einem so genannten Wohnförderkonto erfasst und mit 2 % jährlich verzinst. Auf diese Summe zahlt der Förderberechtigte nach Eintritt in den Ruhestand Steuern. Dabei kann er zu Beginn des Ruhestands wählen, ob er seine Steuerschuld auf einen Schlag zahlt oder über viele Jahre verteilt. Im ersten Fall gibt es einen Nachlass von 30 % und der Eigentümer muss lediglich auf 70 % des auf dem Wohnförderkonto erfassten Betrags Einkommensteuer gemäß seinem individuellen Steuersatz zahlen. Im zweiten Fall kann der Betrag über einen Zeitraum von bis zu 25 Jahren versteuert werden. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt vom individuellen Steuersatz des Förderberechtigten im Ruhestand ab. 

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